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Verbandsrunde: SCU II sammelt ersten Punkt in der Landesliga

Nach drei Niederlagen in Serie sammelte der SC Untergrombach II in der Landesliga den ersten Punkt ein mit einem Unentschieden beim SC Waldbronn. Die Aufstellung war im Vergleich zu den Vorrunden stark verbessert, jedoch immer noch weit vom Optimum entfernt - zu weit für den angestrebten Sieg. Aus der Zweitligamannschaft verstärkten Veaceslav Cofman und IM Heinz Fuchs die Landesligatruppe, auch der schwer bezwingbare Konrad Schmalfuss war wieder an Bord, dafür fehlte Almir Zjajo. An Brett 8 erhielt Marlis Jahraus den Vorzug. Im DWZ-Vergleich war man damit exakt ebenbürtig (1924:1924), allerdings hatte der SCU an sechs von acht Brettern DWZ-Übergewicht, so dass er insgesamt leicht zu favorisieren war.

Zum Auftakt gab es zwei Remis: Bei Konrad Schmalfuss nicht ganz überraschend, der damit einen gleichwertigen Gegner neutralisierte und der Mannschaft einen Gefallen tat. Schmalfuss hatte stets die Initiative in der Partie, am Ende gab es jedoch Zugwiederholung. An Brett 8 überzeugt Marlis Jahraus erneut und remisierte in einer ausgeglichenen Partie gegen einen 250 Punkte übermächtigen Gegner problemlos. Mit nunmehr 1½ aus 3 ein sehr gutes Ergebnis für eine Spielerin mit DWZ unter 1500 in der Landesliga. Für Insider jedoch keine Überraschung, arbeitet Marlis Jahraus doch ständig und intensiv an ihrem Schach.

Und zunächst lief auch alles weiter optimal für den SCU: Jasmin Mangei hatte nach ihrer "langen Rochade" (0 aus 3) mit dem Waldbronner Dr. Müller-Imm keine leichte Aufgabe, meisterte diese jedoch souverän. Sie spielte stark und gewann die gegnerische Dame und somit die Partie. Zeitgleich vollstreckte Markus "Bobby" Krieger an Brett 4, nachdem er leichte Initiative hatte, entschied er sich unter Zeitdruck zu einem Springeropfer und erfolgreichem Angriff am Königsflügel. 3:1 also, das ließ hoffen. Allerdings schlug Waldbronn eiskalt zurück: An Brett Drei fiel die nächste Entscheidung, diesmal zu Ungunsten des SCU. Das bisherige Spitzenbrett Stefan Doll opferte früh eine Figur, das Figurenopfer sah zwar korrekt aus, erwies sich jedoch als widerlegbar. Die Partie wurde zunehmend schwerer zu spielen und war schlußendlich nicht mehr zu halten. Damit nicht genug, verlor Martin Spitz an Brett 7 im Mittelspiel den Faden und geriet in ein verlorenes Endspiel. Ausgleich, 3:3, alles wieder offen. 

Dass es Punkte geben würde, war klar, als Veaceslav Cofman am Spitzenbrett sein ganzes Können aufbot und in einer starken Partie im Endspiel Turm und Läufer mit Bauern dann zu Gewinn führen konnte. Die Partie hatte Cofman derart vereinnahmt, dass er nichts über die sieben anderen Partien zu berichten wusste. Die letzte Partie des Tages sollte also die Entscheidung bringen und hier war IM Heinz Fuchs gefragt, der lange ausgeglichen, eher mit leichtem Vorteil stand, dann jedoch überzog in ein verlorenes Turmendspiel geriet. Unter zunehmendem Zeitdruck war die Partie nicht mehr zu halten und so hieß es am Ende 4:4 Unentschieden.

In den anderen Begegnungen trennten sich Tabellenführer Birkenfeld und Ettlingen II ebenfalls Unentschieden. Ettlingen hat nun drei Punkte Rückstand auf den Aufstiegsplatz und kann den Aufstieg somit nicht mehr aus eigener Kraft erreichen. Auch Eppingen und Calw spielten 4:4. Wer gedacht hat, ein IM in der Landesliga wäre krass, dem sei gesagt: Beim SK Durlach kam sogar ein GM zum Einsatz, der Finne Westerinen war an Brett 1 erfolgreich gegen Andreas Feger. Durlach bezwang Neureut und bleibt weiter oben dran. Mühlacker überrollte Slavija Karlsruhe mit 7½:½.

Der SCU II bleibt mit 1:7 Punkten auf dem letzten Tabellenplatz und muss im kommenden Jahr sofort erfolgreich sein, spielt aber ausgerechnet gegen den Tabellenführen Birkenfeld. 

von Ralf Toth

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