Auf verlorenem Posten

SCU verliert deutlich gegen den SC Viernheim

Bruchsal-Untergrombach (bin). Diese Niederlage war einkalkuliert, deshalb hielt sich die Enttäuschung in Reihen des SC Untergrombach auch in Grenzen. „Letztlich war es das erwartete Ergebnis, alles andere wäre bei unserer personellen Situation auch eine Überraschung gewesen“, betonte Heiko Schleicher, der Vorsitzende des abstiegsbedrohten Schach-Zweitligisten aus dem Bruchsaler Stadtteil, nach dem 1,5:6,5 am vergangenen Sonntag gegen den SC Viernheim. „Die Viernheimer waren sogar gnädig. Aber auch wenn der SCV nicht in Bestbesetzung angetreten ist, war er deutlich überlegen“, erklärte Schleicher.

Die Untergrombacher, die nach dieser Niederlage auf den achten Tabellenplatz der Zweitliga-Südgruppe zurückgefallen sind, wehrten sich gegen die als Aufstiegsanwärter in die Saison gestarteten Südhessen zwar nach besten Kräften, standen letztlich aber auf verlorenem Posten. „Am Anfang hat es gar nicht schlecht ausgesehen, aber am Ende hat die individuelle Stärke der Viernheimer Spieler natürlich den Unterschied gemacht“, meinte Clubchef Schleicher und fügte mit Blick auf die Tabelle an: „Wir wissen, dass die Hoffnung am seidenen Faden hängt. Wenn wir die Klasse halten wollen, was bekanntlich unser erklärtes Saisonziel ist, dann müssen wir die nächsten beiden Partien gewinnen.“

Zunächst muss die SCU-Auswahl um Mannschaftsführer Heinz Fuchs am 19. Februar beim punktlosen Schlusslicht SF Schöneck antreten, danach empfangen die Untergrombacher am 19. März in der Aula der Joß-Fritz-Schule den derzeit siebtplatzierten SC Heusenstamm; Spielbeginn ist jeweils um 11 Uhr. „Wir werden in beiden Partien in der jeweils bestmöglichen Besetzung antreten. Dann haben wir bestimmt gute Chancen, zwei Siege zu holen“, versicherte Clubchef Schleicher, nachdem die Untergrombacher im Heimkampf gegen Viernheim ohne ihre nominellen ausländischen Spitzenspielern auskommen mussten – und das machte sich wiederum im Ergebnis bemerkbar.

An Brett eins zeigte Nicolas Brunner gegen den ukrainischen Großmeister Yuriy Kryvoruchko eine starke Leistung und wehrte sich nach Kräften, doch letztlich stand der Franzose mit leeren Händen da. Ebenfalls als Verlierer gingen Christian Maier (gegen Sergey Fedorchuk), Timothee Heinz (gegen Sebastien Maze) und Bernd Schneider (gegen Günther Beikert) vom Brett. Auch für Untergrombachs Zweitliga-Debütant Alexander Doll stand am Ende gegen Michael Müller eine Niederlage zu Buche, doch das Eigengewächs zeigte laut Schleicher „eine gute Vorstellung“. Die drei Remis für den SCU holten Joachim Sieglen (gegen Fabien Libiszewski), Mannschaftsführer Fuchs (gegen Maximilian Meinhardt) und Dan Florea (gegen Andreas Mandel).

Der 5. Spieltag im KURIER: "Auf verlorenem Posten" vom 9.2.2017 (PDF)