SCU-Team tankt Rückenwind

Schach-Zweitligist feiert gegen SF Schöneck seinen zweiten Saisonsieg

Von KURIER-Redakteur Christof Bindschädel

Bruchsal-Untergrombach. Der SC Untergrombach darf weiter auf den Verbleib in der Südgruppe der Zweiten Schach-Bundesliga hoffen. „Wir haben unser Soll erfüllt, das kleine Lebenslichtlein flackert also noch“, erklärte Heiko Schleicher, der Vorsitzende des Clubs aus dem Bruchsaler Stadtteil, nach dem zweiten Saisonsieg. Am vergangenen Sonntag hielt sich die Auswahl von Mannschaftsführer Heinz Fuchs beim weiterhin punktlosen Schlusslicht SF Schöneck schadlos, bleibt aber mit vier Zählern auf der Habenseite weiter auf Tabellenplatz acht hängen. „Unsere Lage ist weiterhin schwierig, das ist uns allen bewusst. Aber dieser Erfolg gibt uns hoffentlich Rückenwind für den Saisonendspurt“, meinte Schleicher mit Blick auf den klaren 5,5:2,5-Erfolg.

„Diesmal haben sich unsere Titelträger durchgesetzt, das war wichtig – denn dann wird es auch für die Spieler auf den hinteren Positionen um einiges leichter“, betonte Schleicher, nachdem der kroatische Großmeister davor Rogic am Spitzenbrett gegen Hagen Pötsch ebenso die Oberhand behielt wie Dejan Bojkov; der Großmeister aus Bulgarien gewann an Position drei gegen Michal Konopka. An Brett zwei erspielte zudem der Internationale Meister aus Frankreich, Nicolas Brunner, ein wichtiges Remis gegen Jiri Rydl. „Und endlich hat auch Oleg Spirin mal wieder eine Partie gewonnen“, ergänzte Schleicher. Spirin, der fast schon als „Remis-Spezialist“ verrufene Internationale Meister aus Tschechien, setzte sich an Position vier spielend gegen Enrico Marchio durch und sorgte dafür, dass der SCU an den ersten vier Brettern dreieinhalb von vier möglichen Punkte einfuhr.

Verlass war in Reihen der Untergrombacher daneben auf Christian Maier, der gegen Kai-Christian Meyer an Brett fünf den vierten Einzelerfolg für die Gäste sicherte. Bernd Schneider (gegen Ralf Garbe) und Joachim Sieglen (gegen Elijah Everett) sorgten mit ihren beiden Unentschieden für weitere positive Schlagzeilen. Nur Veaceslav Cofman, der kurzfristig für Timothee Heinz einspringen musste, verließ nach seinem Duell gegen Matthias Weiss als Verlierer das Brett. „Insgesamt war das aber ein guter Auftritt von uns, so kann es weitergehen“, meinte Clubchef Schleicher und richtete den Blick sogleich auf das Kräftemessen am Sonntag, 19. März, ab 11 Uhr in der Aula der heimischen Joß-Fritz-Schule gegen den direkten Konkurrenten SC Heusenstamm: „Das ist das nächste Endspiel für uns – und da ist natürlich ein Heimsieg Pflicht.“

Gegen den Tabellenfünften, der durch seinen überraschenden 5,0:3,0-Erfolg gegen den SC Emmendingen nun zwei Zähler mehr hat als der SCU, können die Untergrombacher wieder auf die Dienste von Heinz zurückgreifen. In der wohl vorentscheidenden Partie im Kampf gegen den Abstieg steht auch Mannschaftsführer Fuchs zur Verfügung. Danach steht für die Untergrombacher am 23. April noch das Auswärtsspiel bei Tabellenführer SF Deizisau sowie zum Saisonfinale am 7. Mai der Heimkampf gegen den TSV Schönaich an.

Der 6. Spieltag im KURIER: "SCU-Team tankt Rückenwind" (PDF)