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Oberliga: Untergrombach unterliegt knapp der OSG Baden-Baden III

Am dritten Spieltag der Oberliga Baden musste der SC Untergrombach zur dritten Garde der OSG Baden-Baden reisen, die als Tabellenführer nach zwei überzeugenden Siegen zu den Meisterschaftsfavoriten gezählt werden müssen. Baden-Baden trat vorne mit den beiden GM Milov und Schlosser an, Untergrombach brachte GM Davor Rogic an Brett 1. FM Thomas Raupp war wieder ins Team gerückt, Baden-Baden überraschte an den hinteren Brettern mit den Wu-Zwillingen.

An den Spitzenbrettern war der Gastgeber ELO-mäßig deutlich im Vorteil. An Brett 1 hatte GM Rogic einen "sizilanischen Igel" auf dem Brett, versuchte mit f4 das Zentrum aufzureißen und zum schwarzen Monarchen durchzudringen, aber das gegnerische Konterspiel am Damenflügel war schneller und überzeugender. GM Milov gelang ein klarer Sieg gegen den "Untergrombacher Kroaten" Rogic. Auch FM Dr. Podat sah mit Schwarz kein Land gegen den starken GM Philipp Schlosser. Er wurde aus der Eröffnung heraus überspielt und Schlosser nutzte sein starkes Läuferpaar zum verdienten Sieg. IM Heinz Fuchs an Brett 3 hatte seine Stellung falsch eingeschätzt und wurde letztlich unter Wert geschlagen.

FM Dr. Joachim Sieglen hatte mit Schwarz in der Französischen Verteidigung nach einigen Ungenauigkeiten enormen Druck auszuhalten. Sein vor der Saison von Sasbach nach Baden-Baden gewechselter junger Kontrahent Trifan wähnte sich bereits auf der Siegerstraße, als FM Dr. Sieglen eine Qualität gab und damit erfolgreich Nebelkerzen warf, in deren Dunst sich Weiß verlor und schließlich zur Punkteteilung einwilligte. Leider verlor jedoch auch Brett 6, der wieder ins Team gerückte FM Thomas Raupp. Hier genügte eine kleine Unachtsamkeit im Mittelspiel, welche das Rauppsche Schwerfigurenspiel in der Koordination beeinträchtige. Raupps Gegnerin WIM Tammert zeigte ihr Kämpferherz und verwertete den Vorteil taktisch präzise.

FM Bernd Schneider konnte mit seinem dritten Sieg in Folge auf 4:2 verkürzen (Schneider musste gegen Luka Wa ran, Wiechert gegen Leon Wu). Schneider hatte bereits aus der Eröffnung heraus Druck gemacht, den er nach und nach verstärken und schließlich verwerten konnte. FM Hans Wiechert profitierte von einem gegnerischen Fehler im Turmendspiel bei bereits besserer Stellung für Wiechert. In der längsten Begegnung des gesamten Spieltag wurde FM Jochen Kountz gegen IM Kühn am fünften Brett mit einer neuartigen Eröffnungsidee im Caro-Kann überrascht, stand dann nach einigen Ungenauigkeiten im Mittelspiel bereits in schwieriger Stellung. Beide Spieler versuchten vor der Zeitkontrolle unter eigenem Zeitdruck den Gegner zu Fehlern zu provozieren. Nach der Zeitkontrolle musste FM Kountz ein Turmendspiel mit Minusbauer verteidigen, bekam aber durch ein listiges Opfer eines zweiten Bauern derart aktives Gegenspiel, dass er mit besserer Kalkulation die Partie noch erfolgreich zum 4,5:3,5 Endstand drehen konnte.

Am Ende des Tages unterlag Untergrombach verdient in Baden-Baden und darf sich nicht beklagen - die Niederlage hätte durchaus höher ausfallen können. Entscheidend für das Match waren die vorderen Bretter, an denen Baden-Baden einfach besser aufgestellt war. Der SCU bleibt jedoch weiter voll im Saisonplan und hat im Heimspiel am 8.12. gegen die BG Buchen die Gelegenheit, weitere Punkte für den Klassenerhalt einzusammeln.

In den weiteren Begegnungen unterlag Sasbach bereits vor Wochenfrist dem SC Viernheim II deutlich und muss sich große Sorgen um den Klassenerhalt machen. Buchen schlug wie erwartet Brombach und die Abstiegskandidaten Ettlingen und Dreiländereck teilten die Punkte. Im Spitzenspiel siegte der SK Ötigheim nur knapp gegen schwach aufgestellte Emmendinger. In der Tabelle teilt sich das Bild: Während Ötigheim, Buchen, Viernheim II und die nicht aufstiegsberechtigten Baden-Badener um die Meisterschaft spielen, kämpfen Ettlingen, Sasbach, Emmendingen II und Dreiländereck im Tabellenkeller um den Klassenerhalt.

von Ralf Toth

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