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Oberliga: Wiechert sichert Punkt zum Auftakt


Neuzugang FM Hans Wiechert (Weiß) sichert Untergrombach den Punkt

Am ersten Spieltag der Oberliga Baden musste Zweitligaabsteiger SC Untergrombach an die Schweizer Grenze nach Lörrach reisen. Auftaktgegner war der SC Brombach, gegen den man zuletzt in der Zweitligasaison 15/16 gespielt hat. Damals gab es einen 3:5 Auswärtssieg. Dieses Jahr waren die Vorzeichen andere, der SCU hatte eine Reihe spielstarker Abgänge zu verkraften, zwei davon spielten ausgerechnet beim südbadischen Gegner: IM Nicolas Brunner und FM Thimotée Heinz. Es war klar, dass Brombach stark aufstellen würde, also hielt man mit einer entsprechenden Aufstellung  gegen; dennoch ging Brombach als ELO-Favorit ins Rennen. An den meisten Brettern war der SCU auf dem Papier unterlegen, doch im Verlauf des Kampfes war davon wenig zu spüren - im Gegenteil, hier standen sich zwei gleichwertige Teams gegenüber.

Nach bereits 45 Minuten remisierten überraschend Oliver Prestel (SCU) und Gregor Haag, der eine war übermüdet, der andere krank, so dass keiner bereit war, etwas zu riskieren. Die anderen Partien waren ausgekämpft: Zunächst ging Brombach in Führung, weil FM Bernd Schneider einem starken gegnerischen Königsangriff erlegen war. Dann folgten Unentschieden im Minutentakt. Das Remis an Brett 8 war für den SCU eine positive Überraschung, hier hat Neuzugang Wolfgang Weiler, obwohl vom Rating rund 200 Punkte schwächer, gleich seine Oberligatauglichkeit unter Beweis gestellt. IM Fuchs hat durch aktives Spiel sein Remis verdient; zwar hatte er wenig Zeit auf der Uhr, doch Nicolas Brunner wusste aus Untergrombacher Zeiten, dass Fuchs unter Zeitdruck keine Probleme haben würde. FM Jochen Kountz remisierte mit dem Schweizer FM Ruefenacht, schließlich ging auch FM Dr. Sieglens Partie Unentschieden aus. Dr. Sieglen selbst war unzufrieden, dass er nicht mehr herausholen konnte. Er hatte sich aus gedrückter Stellung geschickt befreit und eine gute Stellung erspielt. Am Spitzenbrett musste der einzige Großmeister in der Begegnung Untergrombachs Davor Rogić, gegen den starken griechischen IM Georgiadis antreten. Nach guter Eröffnung verpasste er, den gegnerischen Vorstoß a4 zu unterbinden und geriet nach eigener Aussage auf die Verliererstraße. Jedoch, die Verteidgung schwieriger Positionen ist einer der großen Stärken des Kroaten. In beiderseitigem Zeitdruck übersah der Grieche eine Ressource für Rogić, die diesem jedoch nicht entgangen war. Nach dem zwangsläufig folgenden Massenabtausch entstand ein ausgeglichenes Endspiel, was der Grieche auch sofort remis gab. Es spielte nun nur noch Neuzugang FM Hans Wiechert, der von der Rochade Kuppenheim gekommen war. Er hatte sich zusehends eine bessere Stellung erspielt, der Druck wurde immer stärker, schließlich wurde es selbst Wiechert zu heiß und er zog seine Jacke aus, während das Brett vor im längst in Flammen stand. Just als es für den laienhaften Beobachter so aussah, als ob Wiecherts Angriff verpufft wäre und er mit einem verlorenen Endspiel dastehen würde, brachte Wiechert die Sache gekonnt zu Ende und sicherte mit seinem Sieg das 4:4 Unentschieden. Ein ganz starker Einstand von ihm!

Untergrombach hat in diesem Match gezeigt, dass die Mannschaft oberligatauglich ist. Dass sie Abstiegskampf kann, hat sie zwölf Jahre lang in der zweiten Liga bewiesen. Mit Zuversicht freut man sich auf das erste Heimspiel am 11. November gegen Viernheim II.

In der Liga stellte Hockenheim II das klar stärkste Team mit zwei Großmeistern an der Spitze, siegte souverän gegen Dreiländereck, die immerhin mit dem 2600er GM Bogner aufliefen. Hockenheim dokumentiert eindrucksvoll, dass man die zweite Mannschaft in die zweite Liga drücken will. Bereits vor einer Woche siegte das andere Bundesligareserveteam Viernheim II ebenfalls mit zwei GM an der Spitze gegen Baden-Baden III. Dreisamtal hat sich gegen Buchen wohl nichts ausgerechnet und schenkte das Match mit einer schwachen Aufstellung ab. Aufsteiger Sasbach überrascht mit einem Auftaktsieg gegen Walldorf. Der erste Spieltag verfestigt das Bild, dass Hockenheim II und Viernheim II wohl den Aufstieg unter sich ausmachen werden und von den restlichen Teams jeder jeden schlagen kann und folglich acht Mannschaften gegen den Abstieg spielen. Diese Saison verspricht hoch spannend zu werden!

von Ralf Toth

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