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SCU II schlägt Ettlingen und peilt Vizemeisterschaft an

Am siebten Spieltag stand der SCU II vor einem schweren Auswärtsspielt beim SK Ettlingen, gegen deren dritte Mannschaft. Untergrombach musste auf Mannschaftsführer und Spitzenbrett Markus Krieger verzichten, für ihn war jedoch Dr. Martin Spitz wieder in der Mannschaft, ansonsten blieb die Aufstellung unverändert. Die Gastgeber hatten stark aufgestellt und waren nach DWZ leichter Favorit. Es lief aber zunächst alles für die Gäste: Emir Mešic war wie immer in Angriffslaune und spielte gewohnt schnell und selbstsicher. Mešic sammelte zügig eine Figur ein und nutzte die offene Königsstellung des Gegners zu seinem bereits fünften Sieg in der laufenden Saison. Dann erhöhte das Spitzenbrett Wolfgang Weiler auf 0:2. Weilers Gegner versuchte sich am lettischen Gambit, bekam jedoch keinen Angriff und fand sich nach einer Abtauschorgie nach 20 Zügen in einem verlorenen Turmendspiel - auf offenem Brett fand der Turm keine Felder mehr. Nach einer Kombination hatte Wolfgang Weiler auch noch zwei verbundene Freibauern - den Rest wollte sich der Gegner dann nicht mehr zeigen lassen. Almir Zjajo, dessen Partie stets im Gleichgewicht geblieben war, besorgt ein Remis zum 0,5:2,5. Jasmin Mangei hatte bereits Vorteile, als ihr Gegner ein Läuferopfer auf h3 zuließ und dessen Stellung danach auseinanderbrach. Der folgende Mattangriff war nicht mehr zu parieren. Den entscheidenden Punkt zum Sieg besorgte Dr. Martin Spitz, der sich im Mittelspiel Vorteil erspielt hatte und just als der Gegner die Initiative zu übernehmen schien, diesen mit einer schönen Taktik auskonterte. Mit 0,5:4,5 war der Kampf bereits entschieden. Leider gingen die restlichen Bretter für Untergrombach verloren: Michael Noll hatte in vorteilhafter Stellung mutig die Dame für Mattangriff geopfert, allerdings eine versteckte Verteidigungsressource des Gegners übersehen und musste umgehend das Handtuch werfen. Kay Hayen wurde nach starker gegnerischer Vorstellung im Endspiel zu einem ungünstigen Abtausch gezwungen, nach dem er zu viele Schwächen hatte, die nicht mehr zu verteidigen waren. Am längsten spielte Pascal Nied, der sich lange und ideenreich gegen einen gedeckten Freibauern auf c6 verteidigt hatte. Erst nach 6,5 Stunden Spielzeit gab sich der Untergrombacher Jugendspieler geschlagen, so dass es zum insgesamt hochverdienten 3,5:4,5 Auswärtssieg kam.

Übrigens: Im Ettlinger Bericht gibt es eine wunderschöne Statistik der Duelle SKE - SCU II aus den letzten 16 Jahren...

Untergrombach bleibt auf dem zweiten Rang und peilt nun die Vizemeisterschaft an. Spitzenreiter Forst braucht nur noch einen Sieg am nächsten Spieltag und sollte bereits den Sekt kaltstellen. Am Tabellenende sieht es schlecht aus für uBu Karlsruhe, die aber noch immer Chancen haben, da sie zwei Endspiele gegen Forst II und Zeutern auskämpfen können. Diese beiden Mannschaften und natürlich Slavija Karlsruhe werden um den Abstieg spielen. Untergrombachs Reserve wird am nächsten Spieltag besonders motiviert sein, wenn es dann ins Bruchsaler Derby gegen den SSV geht.

von Ralf Toth

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