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Spielbericht der ersten Mannschaft gegen Schöneck

Aufgrund der Bedeutung des Kampfes gegen Schöneck traten wir nahezu in Idealbesetzung an,
mit unseren drei Großmeistern an den ersten drei Brettern.
 
Eigentlich rechneten wir mit einem deutlichen Sieg, am Ende gab es beim Stande von 4:3 für uns ein Herzschlagfinale mit glücklichem Ausgang.
Getreu dem Song von Katja Ebstein " Wunder gibt es immer wieder!"
 
Doch nun der Reihe nach:
 
Relativ schnell standen Vladimir Georgiev gegen Michael Stockmann an Brett zwei sowie Dejan Bojkov gegen Enrico Marchio an Brett drei auf Gewinn und konnten auch beide ihre Partien gewinnen.
Der 2:0 Vorsprung wurde durch die Niederlage von Hajo Vatter gegen Moritz Nazarenus verkürzt.
Hajo wählte mit den schwarzen Steinen eine schlechte Variante der Pirc-Verteidigung und kam aus der Eröffnung heraus unter die Räder.
Christian Maier kam mit Weiß in einer für mich undurchsichtigen Partie nicht über ein Remis hinaus. Stand 2,5 zu 1,5.
 
In dieser Phase bekam Bernd Schneider ein Remis Angebot von seinem nominell deutlich schlechteren Gegner, allerdings in leicht schlechterer Position, das Bernd ablehnte und am Ende durch eine unglückliche Niederlage nicht belohnt worden ist.
 
Stand kurz vor der Zeitkontrolle 2,5 zu 2,5.
 
Es spielten noch Davor Rogic an Eins mit deutlich besserer Stellung, allerdings gegen einen stark aufspielenden IM Hagen Poetch, der sich ideenreich verteidigte.
An Brett 4 Rene Dausch, der ein ungleichfarbiges Läuferendspiel mit Minusbauer verteidigte.
Und ich an Brett 7  in einem total verlorenen Endspiel mit Minusbauer. Es grenzte bis dahin bereits an ein Wunder, dass ich die 40 Züge überhaupt zeitlich geschafft hatte, wo mir nach 20 Zügen nur noch zwei Minuten zur Verfügung standen.
 
Es  gewann dann Davor Rogic und Rene Dausch verteidigte das Remis souverän, so dass es nun 4 zu 3 für uns stand.
 In dieser Phase waren wir mit dem einen Punkt schon zufrieden, zwischenzeitlich hatten wir sogar eine Niederlage in Betracht gezogen!
 
Ach ja und da war ja noch meine Partie!
 
Mit mehr Glück als Verstand konnte ich mich in ein Turmendspiel mit Minusbauer retten, das ich ohne Rücksicht auf meine Bauern am Damenflügel dynamisch gestaltete.
 
Mein Gegner wurde immer unsicherer und kam in arge Zeitnot.
Zweimal hatte er lediglich nur noch eine Sekunde Bedenkzeit auf der Uhr!
 
Zum Schluss erreichte ich ein Bauernwettrennen im Turmendspiel, in dem ich am Königsflügel drei gegen keinen Bauern und er am Damenflügel 4 gegen keinen Bauern hatte.
 
Es geschah schließlich das Undenkbare und kaum für möglich Gehaltene, ich gewann die Partie und wir den Mannschaftskampf!!!
 
Getreu dem Motto: " Wunder gibt es immer wieder!"
 
Mir wurde nach dieser Partie mal wieder klar, man muss immer weiter kämpfen und an Wunder glauben.

(Heinz Fuchs)

Die Einzelergebnisse:

SF Schöneck 3 - 5 SC Untergrombach

Poetsch,Hagen (2459) 0 : 1 Rogic,Davor (2522)
Stockmann,Michael (2215) 0 : 1 Georgiev,Vladimir (2564)
Marchio,Enrico (2300) 0 : 1 Bojkov,Dejan (2520)
Telljohann,Sven (2340) ½ : ½ Dausch,René (2291)
Heinatz,Thomas (2311) ½ : ½ Maier,Christian (2352)
Nazarenus,Moritz (2225) 1 : 0 Vatter,Hans-Joachim (2239)
Meyer,Kai-Christian (2116) 0 : 1 Fuchs,Heinz (2259)
Meyer-Cording,Claus,Dr (2015) 1 : 0 Schneider,Bernd (2237)

von Marlis Jahraus

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