2. Mannschaft

Verbandsliga Nord - Verbandsrunde 2025/26

Absteiger aus Oberliga: SC Eppingen 2
Aufsteiger aus Landesliga: SC Untergrombach 3, SC Neckargmünd

Mannschaftsführer: Ralf Toth

Spielplan

Aktueller Spieltag

Saisonverlauf

Spieler

Neunter Spieltag: Tabelle

Rang Mannschaft Spiele Punkte Brettpkt. BW DWZ-Schnitt

1.

SK Ettlingen 2

9

14:4

43

180

2039

2.

SC Untergrombach 2 (N)

9

13:5

43½

183½

2064

3. BG Buchen 9 13:5 41½ 189½ 2048
4. SSV Bruchsal 9 11:7 38 174 1928
5. Mosbacher SC 9 9:9 35 149½ 1927
6. SC Pforzheim 9 9:9 32 148½ 2018
7. SC Viernheim 3 9 8:10 35½ 143½ 1969
8. SF Bad Mergentheim 3 9 7:11 32 154 1914

9.

SC Eppingen 2 (A)

9

5:13

32

158½

1959

10.

SC Neckargmünd (N)

9

1:17

27½

140

1854

Die Auf- und Abstiegsregeln in der Landesliga Nord ergeben sich aus den höheren Ligen. Der Meister steigt sicher auf. Die beiden letztplatzierten Mannschaften steigen ab. Wenn in die beiden Landesligen Nord nur eine oder gar keine Mannschaft absteigt, erhöht sich die Anzahl der Aufsteiger entsprechend. An jedem Spieltag sind die Auf- und Abstiegsplätze farblich markiert.

Aufsteiger / Absteiger

Der SK Ettlingen 2 und der SC Untergrombach 2 steigen auf in die Oberliga Baden, der SC Eppingen 2 und SC Neckargmünd steigen ab in die Landesliga.


Verbandsligist SC Untergrombach 2: Niklas Jung, Levin Uyar, Sven Bopp, Florian Simon, Stefan Doll, Jochen Kountz, Thomas Raupp, Dr. Vladimir Podat (vlnr).

Analyse der Saison

Nachdem Untergrombachs zweite Mannschaft in der vergangenen Saison im zweiten Anlauf in der Landesliga die Meisterschaft und somit den Aufstieg in die Verbandsliga Nord gelungen war, lautete das Ziel für die Saison 2025/26 natürlich Klassenerhalt. Als Aufsteiger will man logischerweise zunächst den direkten Wiederabstieg vermeiden. Zudem musste man den Abgang des bisherigen Spitzenbretts FM Hans Wiechert kompensieren, dies gelang, da FM Dr. Andreas Balzar aus seinem elfjährigen Hiatus zurückkehrte und zudem FM Thomas Raupp erklärte, künftig für die zweite Mannschaft spielen zu wollen. Da außerdem aus der Nachwuchsarbeit des SC Untergrombach starke Talente in die Mannschaft drängten, waren die Verantwortlichen guter Dinge, dass ein Klassenerhalt im Bereich des Möglichen sei. 

Die Saison begann vielversprechend mit einem hohen, aber verdienten 2:6 Auswärtssieg in Bad Mergentheim, der damalige Gegner unkte sogleich ob der Untergrombacher Aufstellung, ob man wohl Aufstiegsträume hege. Dem war natürlich nicht so, man freute sich jedoch über zwei Punkte für den Klassenerhalt. Überrascht war man auf Untergrombacher Seite dann nach dem Heinsieg gegen Viernheim am zweiten Spieltag, zumal ein Blick auf die Spielstärke der anderen Mannschaften nun zeigte, dass vielleicht sogar mehr als nur der Klassenerhalt drin sein könnte, falls alles perfekt laufen würde.

Der Weckruf für die Mannschaft passierte dann am dritten Spieltag, als man beim Favoriten Pforzheim überraschend die Punkte entführen konnte und mit drei Siegen sogar die Tabellenführung übernehme konnte und das mit drei Jugendspielern an den hinteren Brettern. 

Gegen den Mit-Meisterschaftsfavoriten aus Ettlingen gab es dann jedoch einen Dämpfer, die knappe Niederlage war zwar am Ende verdient, mit etwas Glück hätte aber auch ein Unentschieden für den SCU herausspringen können. Einen Spieltag später zerschellten die Aufstiegshoffnungen im Lokalderby beim SSV Bruchsal, wo man die knappe 3,5:4,5 Niederlage in einer spannenden Begegnung zur Kenntnis nehmen musste. 

Zurück im Mittelfeld der Tabelle und ohne jeglichen Abstiegssorgen spielte die Mannschaft dann groß auf: Zunächst besiegte man Eppingen im Auswärtsspiel mit 2:6, brachte aber mit vier Titelträgern auch eine sehr starke Mannschaft an die Untergrombacher Bretter. Im Heimspiel gegen Mosbach war es dann angesichts der Aufstellungen beider Teams nur eine Frage der Höhe des Untergrombacher Heimsiegs und auch am vorletzten Spieltag löste die Mannschaft ihre Pflichtaufgabe beim Aufsteiger Neckargmünd, wenn es am Ende auch knapper als gedacht wurde. 

Und so kam es am letzten Spieltag zu einem Showdown Untergrombach (Zweiter) gegen Buchen (Dritter). Zu diesem Zeitpunkt war klar, dass aufgrund der Konstellationen in den anderen Ligen der zweite Platz ebenfalls noch zum Aufstieg berechtigen würde. Ein Umstand, den Schachspieler sowohl kennen wie fürchten, denn aufgrund des komplexen Reglements in den höheren Klassen, beginnend mit der Schachbundesliga e.V., den zweiten Ligen, für die der DSB zuständig ist und der dritten Liga und der Oberliga (beide BSV) muss man sich schon gut auskennen und gut rechnen können, um zu verstehen, mit welchem Ergebnis man aufsteigen kann.

Die Buchener kannten die Reglements und konnten rechnen und reisten mit vier (!) Internationalen Meistern und einem FIDE-Meister nach Untergrombach, der SCU hielt mit der bestmöglichsten Aufstellung dagegen. Nach DWZ war es ein Treffen der Titanen in dieser Liga (2172 vs 2167) und am Ende stand ein sportlich gerechtes Unentschieden, das dem SC Untergrombach 2 dann tatsächlich genügte für den sensationellen Durchmarsch in die Oberliga Baden. 

Am Ende war es eine bunte Mischung aus erfahrenen Meisterspielern und talentierten jungen Erwachsenen und Jugendspielern, denen das Husarenstück gelang. Am Spitzenbrett ebnete FM Dr. Vladimir Podat mit 4 aus 6 den Weg und hielt seinen Kollegen an den Brettern dahinter den Rücken frei. Mit seinem Ergebnis von 7 aus 9 Punkten überragte Stefan Doll, der als einziger Spieler alle neun Begegnungen absolvierte.