1. Mannschaft
Oberliga Baden-Württemberg - Saison 2025/2026
Aus der 2. Schachbundesliga: SC Böblingen
Aufsteiger Oberligen: SV Hockenheim, TG Biberach
Mannschaftsführer: IM Heinz Fuchs
Elfter Spieltag: Abschlusstabelle
| Rang | Mannschaft |
Spiele | Punkte | BP | BW | ELO-Schnitt |
| 1. | OSG Baden-Baden III | 11 | 21:1 | 58½ | 242266 | 2317 |
2. |
Heilbronner SV |
11 |
17:5 |
58 |
255 |
2325 |
| 3. | Karlsruher SF | 11 | 17:5 | 50 | 233 | 2256 |
| 4. | SC Untergrombach | 11 | 16:6 | 54½ | 247½ | 2250 |
| 5. | SC Brombach | 11 | 15:7 | 47½ | 227½ | 2230 |
| 6. | SK Ettlingen | 11 | 10:12 | 45½ | 208½ | 2234 |
| 7. | SK Bebenhausen | 11 | 9:13 | 42½ | 182 | 2190 |
| 8. | SK Schmiden/Canstatt | 11 | 8:14 | 39½ | 161 | 2200 |
| 9. | SV Hockenheim (N) | 11 | 7:15 | 39 | 176 | 2264 |
| 10. | SF Deizisau II | 1 | 6:16 | 38 | 182 | 2203 |
11. |
SC Böblingen (A) |
11 |
4:18 |
30½ |
141 |
2208 |
12. |
TG Biberach (N) |
11 |
2:20 |
24½ |
96 |
2089 |
Die OSG Baden-Baden III ist nicht aufstiegsberechtigt, da die zweite Mannschaft von Baden-Baden in der zweiten Bundesliga spielt und nach den Statuten des Deutschen Schachbunds nur je eine Mannschaft pro Verein dort spielberechtigt ist.
Der Heilbronner SV steigt auf in die zweite Bundesliga Süd. Der SC Böblingen und die TG Biberach steigen ab in die Oberliga Württemberg.

Der SC Untergrombach 24/25. Von links: Pascal Nied, Alexander Doll, GM Davor Rogic, GM Yuri Solodovnichenko, IM Borya Ider, FM Benedikt Dauner, IM Heinz Fuchs, FM Bernd Schneider. Nicht im Bild: FM Thomas Raupp, FM Dr. Vladimir Podat, Andre Hayen, Levin Uyar.
Analyse der Saison
Im zweiten Jahr nach der Ligenreform mit der Einführung der neuen dritten Ligen (Baden-Württemberg-Liga) ging der SC Untergrombach erneut mit der Zielsetzung "Klassenerhalt" in die Saison und setzte dabei auf bewährte Kräfte und verstärkte sich zusätzlich um den vom Heilbronner SV gewechselten Xiang-Tobias Peng.
Gleich zu Beginn der neuen Saison durfte der SC Untergrombach seinen Doppel-Heimspieltag ausrichten und brachte dabei den Profi-Spieler GM Yuri Solodovnichenko, sowie IM Borya Ider an die Bretter. Zum Auftakt deklassierte man den Zweitligaabsteiger aus Böblingen mit 7:1 und ließ tags darauf ein 6,5:1,5 gegen Bebenhausen folgen. Der Grundstein für eine erfolgreiche Saison war gelegt.

Untergrombachs Spitzenbrett GM Yuri Solodovnichenko (mit Schwarz am ersten Spieltag) spielte überragend und gewann alle vier Saisoneinsätze.
Überraschend gewann die Mannschaft dann sogar den Einzelspieltag in Hockenheim mit 5:3, obwohl man in "regulärer" Besetzung angetreten war. Dabei gelang FM Benedikt Dauner am Spitzenbrett ein Sieg gegen den stärksten Spieler der Liga.

FM Benedikt Dauner (hier mit Weiß) spielte eine starke Saisonund machte sich auf den Weg zu seiner zweiten IM-Norm.
Am zweiten Doppelspieltag wurden dann alle, die nach drei Siegen zum Auftakt schon von "mehr" als nur dem Klassenerhalt träumten, auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Gegen Brombach hat der SCU eine schlechte Bilanz und konnte diese auch am vierten Spieltag nicht aufpolieren, mit 2,5 : 5,5 unterlag man den Südbadenern deutlich.
Auch gegen den späteren Meister OSG Baden-Baden III hingen die Trauben zu hoch. Obwohl der Gegner nur zu siebt angetreten war, stand am Ende gegen diese spielstarke Mannschaft ein 3:5 zu Buche.
Dennoch lag der SCU in Lauerstellung, denn der designerte Meister aus Baden-Baden war nicht aufstiegsberechtigt, da deren zweite Mannschaft bereits in der zweiten Schachbundesliga spielte. Am sechsten Spieltag gelang dem SCU im Lokalderby gegen den SK Ettlingen ein knapper 4,5 : 3,5-Erfolg, gegen die Karlsruher Schachfreunde unterlag man dann jedoch mit 3:5, damit war das Thema "Aufstieg" dann endgültig erledigt.
Am achten und neunten Spieltag waren dann wieder die Spitzenspieler GM Yuri Solodovnichenko, IM Borya Ider und GM Davor Rogic in der Mannschaft. Ursprünglich war geplant, hier die entscheidenden Punkte um den Klassenerhalt einzusammeln. Nun konnte die Mannschaft befreit aufspielen hatte keinerlei Probleme mit dem Absteiger TG Biberach (6,5 : 1,5) und der zweiten Mannschaft der SF Deizisau (5,5 : 2,5).

Levin Uyar (vorne mit Weiß) gelang am letzten Spieltag gegen den Aufsteiger aus Heilbronn eine Glanzpartie: Sieg nach 19 Zügen gegen einen Titelträger.
In der vom SC Böblingen ausgerichteten zentralen Endrunde gelangen dem SCU dann zwei weitere Siege: Während der Sieg gegen Schmiden/Canstatt (5,5 : 2,5) eingeplant war, überraschte der klare 5,5 : 2,5 - Erfolg gegen den designierten Aufsteiger aus Heilbronn dann doch. Möglicherweise hatten die Aufstiegsfeierlichkeiten der Schwaben vom Vorbaned dann doch Auswirkungen oder die Luft war beim Gegner einfach raus. Den Heilbronnern wird es herzlich egal gewesen sein, sie steigen am Ende auch verdient in die zweite Schachbundesliga auf.
Untergrombach beendet mit beeindruckenen 16:6 Punkten die Saison auf dem vierten Rang und kann hochzufrieden mit dem erreichten Ergebnis sein. Das beste Ergebnis erzielte GM Yuri Solodovnichenko am Spitzenbrett, er gewann alle vier Partien. FM Benedikt Dauner wird die Saison auch in guter Erinnerung behalten, erzielte er doch (bei Redaktionsschluss noch unbestätigt) wohl seine zweite IM-Norm. Auch die Ergebnisse aller weiteren eingesetzten Spieler konnte sich sehen lassen!
Die Mannschaft um Kapitän IM Heinz Fuchs wird in der nächsten Saison errneut in der gleichen Klasse starten und wer weiß, vielleicht klappt es ja mal mit der Rückkehr in die zweite Schachbundesliga, in der der Verein von 2006 bis 2018 zwölf Jahre ununterbrochen teilgenommen hatte.