4. Mannschaft Erster Spieltag

Kreisklasse B Karlsruhe - Verbandsrunde 2021/22

Rückzug aus Bezirksklasse: Karlsruher SF V
Aufsteiger aus der Kreisklasse C: SK Blankenloch II, SK Durlach II

Mannschaftsführer: Heiko Schleicher

Erster Spieltag: 10.10.2021

SC Untergrombach IV

1634 -

SSV Bruchsal II

1542

3 - 3

SC Oberhausen-Rheinhausen 1381 - SK Ettlingen V 1245

5 - 1

SK Blankenloch II (N) 1424 - SK Jöhlingen II 1237

3½ - 2½

SF Neureut IV 1088 - SK Durlach II (N) 1472

3½ - 2½

SK Odenheim 1403 - Karlsruher SF V (A) 1448

2 - 4

Erster Spieltag: Einzelergebnisse

Brett

SC Untergrombach IV

DWZ -

SSV Bruchsal II

DWZ

Ergebnis

1 Kling, Bernhard 1795 - Eberhart, Erik 1612

0-1

2 Toth, Ralf 1735 - Hubbuch, Fabian 1640

0-1

3 Burger, Andreas 1679 - Schmitt, Harry 1478

1-0

4 Uyar, Levin 1595 - Bauer, Jan 1768

1-0

5 Wachter, Alexander 1626 - Hammer, Ralf 1366

½

6 Jung, Niklas 1333 - Wellenreich, Klaus 1388

½

Erster Spieltag: Tabelle

Rang Mannschaft Spiele Punkte Brettpkt. BW DWZ-Schnitt
1 SC Oberhausen-Rheinhausen 1 2:0 5 17 1381
2 Karlsruher SF V (A) 1 2:0 4 16 1448
3 SK Blankenloch II (N) 1 2:0 15 1424
4 SF Neureut IV 1 2:0 1088
5 SSV Bruchsal II 1 1:1 3 12½ 1542
6 SC Untergrombach IV 1 1:1 3 1634
7 SK Durlach II (N) 1 0:2 11½ 1472
8 SK Jöhlingen II 1 0:2 6 1237
9 SK Odenheim (A) 1 0:2 2 5 1403
10 SK Ettlingen V 1 0:2 1 4 1245

Spielbericht


SCU IV mit Alexander Wachter (links) und einem siegreichen Levin Uyar.

Nach der Corona-Saison ging es wieder an die Bretter in der Kreisklasse B im Schachbezirk Karlsruhe. Zu Gast war die Reservemannschaft des Landesligisten SSV Bruchsal, die in der letzten Saison als Tabellenletzter chancenlos sportlich abgestiegen waren. Doch Bruchsal II ist nach einigem Zulauf im Verein plötzlich Aufstiegskandidat und trat mit breiter Brust in Untergrombach an. Durch den Verzicht von Zeutern im Kampf gegen Untergrombachs zweite Mannschaft trat hier de fakto Untergrombachs dritte Mannschaft an und so war zumindest Chancengleichheit gegeben: Mit einem DWZ-Schnitt von 1634 (Untergrombach) und 1542 (Bruchsal II) war es sicher eine der stärksten jemals gespielten Begegnungen in der B-Klasse!

Spitzenbrett Bernhard Kling hat in der Eröffnung zweimal, mit ähnlichem Motiv, starke Züge ausgelassen. Nach schlechter Fortsetzung hat sich der weißfarbige Springer auf b6 eingenistet und die schwarze Stellung förmlich eingefroren. Ein möglicher Befreiungsschlag in Form eines Bauernopfers hätte die Partie vermutlich in der Remisbreite gehalten. Dies war aber schwer zu sehen und so ist die Serie von Bernhard Kling nach acht Siegen in Folge gerissen.

Bei Andreas Burger am dritten Brett entstand nach beidseitig verhaltenem Beginn nach der Eröffnung eine eher "verschachtelte" Stellung. Während Weiß versuchte, auf dem Damenflügel einen Angriff zu initiieren, erhöhte Burger (mit Schwarz spielend) den Druck auf die weiße Königsstellung am Königsflügel. Nach (Halb-)Öffnung der h-Linie durch Schwarz und einem Fehler von Weiß verlor Weiß seinen g- und seinen h-Bauern, was in der Folge die weiße Königsstellung zum Einsturz und Weiß binnen weniger Züge zur Aufgabe brachte.

Am zweiten Brett wählte Ralf Toth eine Eröffnung, in der Weiß einen Bauern bekommt, Schwarz aber starkes Angriffsspiel. Der Plan war, den Angriff zu überstehen und mit Mehrbauern ins Endspiel zu gehen. Gerade als das Ziel in ausgeglichener Stellung in greifbare Nähe gerückt war, ließ Toth sich zu einem einzigen impulsiven Zug hinrreißen, der umgehend die Niederlage des Untergrombachers einleitete.

Am sechsten Brett spielte Niklas Jung eine engagiertre Partie gegen einen erfahrenen Kontrahenten, durfte sich aber glücklich schätzen, dass ihm in Verluststellung ein Remis angeboten wurde, was er natürlich gerne annahm.

Am fünften Brett sicherte sich Alexander Wachter in der Eröffnung durch einen kleinen Trick einen Mehrbauern und baute in der Folge seine Stellung immer stärker aus, gewann Raumvorteil und konnte gefährliche Leichtfiguren abtauschen. Als es an die Verwertung des klaren Vorteils ging, übersah Wachter einen gegnerischen Dameneinschlag im eigenen Lager, danach war Zugwiederholung leider unausweichlich.

Das Unentschieden in diesem Mannschaftsmapf sicherte Levin Uyar, dessen Partie lange mehr oder weniger ausgeglichen stand, bis sein Gegner im Endspiel ein Schach übersah, was die Qualität einstellte - danach war die Partie für Levin gewonnen.

Am Ende steht ein leistungsgerechtes Unentschieden, was dem SCU IV im Kampf um den Klassenerhalt nutzt und den Bruchsalern im Kampf um den Aufstieg erst einmal nicht schadet. Am zweiten Spieltag geht es nach Oberhausen-Rheinhausen, dann wird die Mannschaft ein komplett anderes Gesicht zeigen.