U20 Jugendbundesliga 2021/22 Erster Spieltag

Jugendbundesliga Süd - Saison 2021/2022

Aufsteiger: SC Untergrombach | SC Ostfildern

Mannschaftsführer: Ralf Toth

Erster Spieltag: 23.10.2021

SC Untergrombach (N)

1676 -

Heilbronner SV

1578

4½ - 1½

Karlsruher SF 1688 - Karlsruher SF II 1497

5 - 0

OSG Baden-Baden 1874 - SC Ostfildern (N) 1508

6 - 0

SF Kornwestheim   - SK Bebenhausen  

- +

Erster Spieltag: Einzelergebnisse

Brett

SC Untergrombach (N)

DWZ  

SV Heilbronn

DWZ

Ergebnis

1 Pascal Nied 1960 - Daniel Schäfer 1893

1 - 0

2 Andre Hayen 1815 - Severin Bühler 1868

½

3 Marc Toth 1679 - Lukas Dietzel 1642

0 - 1

4 Luca Toth 1636 - Calvin Wolff 1541

1 - 0

5 Michael Hayen 1634 - Auror Kabashi 1227

1 - 0

6 Niklas Jung 1333 - Dennis Birke 1299

1 - 0

Erster Spieltag: Tabelle

Rang Mannschaft Spiele Punkte Brettpunkte DWZ-Schnitt
1 SK Bebenhausen 1 2:0 6  
  OSG Baden-Baden 1 2:0 6 1874
3 Karlsruher SF 1 2:0 5 1688
4 SC Untergrombach II 1 2:0 1676
5 Heilbronner SV 1 0:2 1578
6 Karlsruher SF II 1 0:2 0 1497
  SC Ostfildern (N) 1 0:2 0 1508
  SF Kornwestheim 1 0:2 0  

Spielbericht

Am ersten Spieltag der Jugendbundesliga Süd am 23.10.21 begrüßte der SC Untergrombach den Heilbronner SV in der Bundschuhhalle. Für beide Mannschaften war es zum Auftakt ein Schlüsselspiel um den Klassenerhalt. Der SC Untergrombach musste auf Simon Richter verzichten und auch sein nomineller Ersatz, Levin Uyar, stand nicht zur Verfügung. So sprang an Brett 6 Niklas Jung ein.


Jugendbundesliga in Untergrombach

Marc Toth geriet am dritten Brett schon früh auf Abwege und nachdem er seinen König nach F8 setzen und somit auf sein Rochaderecht verzichten musste, kämpfte er nur noch ums Überleben auf dem Brett. Dafür konnte Luca Toth einen krassen Aussetzer seines Gegners in der Eröffnungsphase nutzen, obwohl er einen einfachen Figurengewinn übersah, bekam sein Angriff so viel Durchschlagskraft, dass früh klar war, dass dieses Brett an Untergrombach gehen würde. Luca ging nach vormittäglicher Vorbereitung durch GM Davor Rogic selbstbewusst in die Partie, was von großem Vorteil war.

Luca Toth (rechts) an Brett 4 zeigte starkes Angriffssschach und gewann.

An den beiden Spitzenbrettern entwickelten sich komplett unterschieliche Partien: Während bei Pascal Nied am Spitzenbrett von Beginn sehr scharf und taktisch gespielt wurde und hoher Rechenaufwand von beiden Spielern erforderlich war, spielte Andre Hayen am zweiten Brett eine eher positionelle Partie. Während an Brett zwei immer ein ungefähres Gleichgewicht auf dem Brett war, kippte die Partie am ersten Brett relativ früh in Richtung SCU.


Brett 2: Andre Hayen (rechts) konnte Severin Bühler neutralisieren

Michael Hayen am fünften Brett war nach DWZ klar überlegen und konnte diese Überlegenheit in ein komplett gewonnenes Turmendspiel ummünzen, was er in einem Anflug von Überheblichkeit komplett bis zur Verluststellung verspielte und dann mit tatkräftiger gegnerische Mithilfe wieder in eine Siegstellung umbiegen konnte. Nicht nur dem Spieler standen hier die Schweißperlen auf der Stirn! Am Ende war der Sieg an diesem Brett aber völlig verdient.

Am sechsten Brett machte Niklas Jung bei seinem Debüt alles richtig. Er spielte langsam und konzentriert und obwohl er die eine oder andere Chance liegen ließ, entwickelte sich ein immer größeres Übergewicht zu seinen Gunsten am Brett, was er später auch in Materialvorteil umsetzen konnte. Letztlich stand ein völlig ungefährdeter Sieg von Niklas Jung zu Buche.

Mit voller Konzentration.: Niklas Jung auf dem Weg zum Sieg

Mittlerweile hatte Luca Toth seine Partie gewonnen und Marc Toth seine Partie verloren, gespielt wurde nur noch an den Spitzenbrettern. Insgesamt hatte der SCU den Heimsieg aber sicher, weil in den beiden noch laufenden Partien kein Verlust drohte. Am Ende hieß es Remis am Brett von Andre Hayen, der einen gefährlichen Gegner neutralisieren konnte und Pascal Nied am Spitzenbrett baute seine beeindruckende Siegserie weiter aus. Es ist für eine Mannschaft einfach unglaublich wichtig für das Selbstvertrauen, wenn die Spieler an den hinteren Brettern wissen, dass auf das Personal an den Spitzenbrettern Verlass ist. Hier braucht sich der SCU auch vor keiner anderen Mannschaft zu verstecken, nicht einmal vor dem Klassenprimus Baden-Baden.

Am Ende des Tages stand ein ganz wichtiger 4,5:1,5 Auftaktsíeg zu Buche.

In den anderen Begegnungen spielte KSF 1 gegen KSF 2 5:0, weil dieser Riesenverein es seltsamerweise nicht fertig brachte, jeweils sechs SpielerInnen an die Bretter zu bringen. Baden-Baden fegte Aufsteiger Ostfildern glatt mit 6:0 von den Brettern und das, obwohl Baden-Baden "nur" mit der zweiten Garnitur angetreten war. Im letzten Spiel gewann Bebenhausen kampflos, weil Kornwestheim nicht einmal in der Lage war, eine Mannschaft zusammen zu stellen - ein Armutszeugnis für einen Verein, wenn man in diesem wichtigen Wettbewerb kampflos abschenkt!

Untergrombach ist auf einem guten Weg, von den angepeilten sechs Punkten zum Saisonende sind zwei bereits eingesammelt. Am zweiten Spieltag steht das schwere Auswärtsspiel in Bebenhausen auf dem Programm. Hier muss der SCU sich noch einmal steigern, will man etwas Zählbares gegen den klaren Favoriten aus Bebenhausen mitnehmen.